Vorbemerkung 1

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Der Aktendeckel der Firma Leitzisson

Es galt als wissenschaftliche Sensation, als die allseits beliebte Islandologin Heide-Regine Ingelhardt-Pettersson im Frühsommer des letzten Jahres eine Sammlung bedeutender Texte Snorri Ewalðssons in einer Vitrine des Britischen Museums entdeckte. Dieses als I-P|01[1] in die Literaturgeschichte eingegangene Dokument wird irreführend oft auch als "Oktavheft" bezeichnet. In Wirklichkeit handelt es sich um einen beigefarbenen Aktendeckel der Firma Leitzisson, in den 10 gelochte und rotlinierte A5-Blätter à 80 g/m² und 1 gelochtes, nicht-standardisiertes Blatt à 200 g/m² mit einem Bildmotiv auf der Vorderseite lose eingelegt wurden. Die Lochung weist darauf hin, daß die Blätter womöglich Teil einer größeren Sammlung waren, die in einem Ordner abgeheftet worden sein könnte. Als Schreibgeräte wurden verwendet: ein Fabersson-Castellssson-Bleistift der Stärke H (in der Abschrift weiß dargestellt) und ein qualitativ minderwertiger Kugelschreiber, der nach neuestem Forschungsstand wahrscheinlich ein Werbegeschenk der Isländischen Sparkasse sein könnte (in der Abschrift rosé dargestellt).

Fußnote 01 schließen  

[1] Da dieser Fund bislang in keiner Neuauflage von Stadler/Günther berücksichtigt wurde, existiert nur die Signatur I-P|01, veröffentlicht in: Ingelhardt-Pettersson: "Gesammelte Werke Snorri Ewalðssons, die nach der Herausgabe der Textkritischen Ausgabe von Stadler/Günther entdeckt wurden". Donaukanal 2006 [S.1-11]

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